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Samstag, 11. Juli 2015 (4,5 Std.)

Brand – Klettersteig Saulakopf

Auf einem beliebten und vielbegangenen Aussichtsberg

Kurzinfo
Ausgangspunkt: Talstation Lünerseebahn, 1.566 m
Gehzeiten: Talstation – Douglass-Hütte (über Böser-Tritt-Steig) ca. 30 Min., Douglass-Hütte – Saulajoch gut 30 Min., Saulajoch – Einstieg Klettersteig ca. 30 Min., Einstieg Klettersteig – Saulakopf gut 1,5 Std.
Distanz: ca. 14 km
Höchster Punkt: Saulakopf, 2.517 m
Höhenunterschied: ca. 950 m
Klettersteig: 380 Höhenmeter, Schwierigkeitsgrad D/E, Notausstieg auf 2.350 m
Einkehrmöglichkeiten: Douglass-Hütte

Seit langer Zeit erklimmen wir wieder einmal den gutbesuchten Saulakopf – diesmal jedoch über den Klettersteig, der seit kurzem eine neue Leiterbrücke hat. Da müssen wir natürlich auch mal drüber! :-D

Da der Berg sehr beliebt ist, starten wir bereits kurz nach 7 Uhr von der Talstation der Lünerseebahn und spulen den Bösen-Tritt-Steig in nur 30 Min. ab. So sind wir noch vor der ersten Bergfahrt beim Lünersee. Dennoch sind bereits sehr viele Wanderer Richtung Saulajoch unterwegs.

Vom Lünersee bis zum Einstieg zum Klettersteig ist es noch eine gute Stunde. Auf dem Klettersteig, der auf der Ostseite des Saulakopfes liegt, ist bereits viel los, denn von der Heinrich-Hueter-Hütte ist der Klettersteig auch sehr gut erreichbar. Jedenfalls ist man hier praktisch nie alleine. ;-)

Saula-Klettersteig

Der Klettersteig ist sehr schön und mit vielen Klammern angelegt. Die Schlüsselstelle – kurz nach dem Einstieg und direkt nach der Plattenquerung – ist ein überhängender Felsabschnitt im Schwierigkeitsgrad D/E. Danach wird es leichter (meist C/D), aber auch hier gilt es noch den einen oder anderen kleinen Überhang in ausgesetztem Fels zu meistern. Aufgrund der knapp 400 Höhenmeter sollte jedenfalls eine gewisse Grundkondition vorhanden sein.

Nach etwas mehr als der Hälfte des Klettersteigs gibt es einen Notausstieg, wobei man dann bereits den schwierigsten Teil hinter sich hat. Die obere Hälfte ist Genussklettern, meist im Schwierigkeitsgrad B/C und C. Das Highlight ist die bereits erwähnte neue Seilbrücke, die sich im oberen Drittel des Klettersteigs befindet. Wem dies zu luftig ist, kann den Abschnitt weiterhin direkt am Felsen überwinden. Uns hat die luftige Seilbrücke jedoch sehr gefallen! :-D

Als wir noch vor Mittag am Gipfel des Saulakopfes ankommen, sind bereits über ein Dutzend Leute oben – kein Wunder, denn so eine grandiose Aussicht spricht sich herum.

Abstieg

Nach einer wohlverdienten Pause gehen wir über den losen und weiter unten drahtseilgesicherten Steig in Downhillhoppers-Manier hinunter zum Saulajoch, zum Lünersee und erneut über den Bösen-Tritt-Steig zurück zu unserem Ausgangspunkt. Der oben in der Kurzinfo angegebene Rückweg von knapp 1,5 Stunden ist daher mit Vorsicht zu genießen. Bei normaler Gehweise ist man länger unterwegs.

Weitere Infos findet ihr unter www.douglasshuette.at


Fotos:

Video:

Der Saulakopf war damals unser allererster Eintrag im Blog! :-) Im sehr vielfältigen Wandergebiet in Brand findet jeder etwas Passendes. Klettersteigbegeisterte finden in Vorarlberg viele Klettersteig-Möglichkeiten, z.B. den Klettersteig Gauablickhöhle.

DHH, 11.07.2015 • SommerWanderungen schwer