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Zitat / Weisheit

Einen Zuwachs an guten Gefühlen bekommen wir auch, wenn wir unsere Komfortzone verlassen. (Psychologie Heute 1/2014)

Hektors Welt

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Donnerstag, 17. September 2015 (6 Std.)

Brand – Großer Valkastiel

Rundtour über Sarotlatal, Eisernes Törle und Zwölferjoch


Kurzinfo
Ausgangspunkt: Brand/Tschapina, kurz nach dem Tunnel (ca. 840 m)
Gehzeiten: Tschapina – Sarotlahütte gut 1 Std., Sarotlahütte – Großer Valkastiel ca. 1,5 Std.
Rückweg Großer Valkastiel – Zwölferjoch ca. 2 Std., Zwölferjoch – Sarotlahütte ca. 45 Min. Sarotlahütte – Tschapina ca. 45 Min. (Achtung: überall flotte Gehweise!)
Distanz: ca. 20 km
Höchster Punkt: Großer Valkastiel, 2.449 m
Höhenunterschied: ca. 1.600 m (gesamte Strecke 2.100 m)
Einkehrmöglichkeiten: Sarotlahütte

Diesen föhnig-warmen Tag wollen wir für eine Wanderung in Brand nutzen. In Tschapina, direkt nach dem Tunnel führt eine Straße hinunter zu einem kleinen Parkplatz direkt am Alvierbach, von wo wir unsere heutige Wanderung starten. Wir spulen den Weg zur Sarotlahütte und zum Kar zwischen Zimba und Großem Valkastiel recht flott und problemlos ab – die Strecke kennen wir ja bereits von der Wanderung zur Gottvaterspitze.

Großer Valkastiel

Danach werden wir jedoch jäh von den teilweise orkanartigen Föhnwinden abgebremst. Auf dem Gipfel des Großen Valkastiels können wir uns wegen den starken Böen nur wenige Minuten aufhalten; bald steigen wir zum Eisernen Törle ab. In der Hoffnung, dass es auf der Ostseite der Berge weniger windig ist, steigen wir Richtung Ochsenälpele ab. Tatsächlich ist es hier angenehmer, jedoch machen uns die einbrechende Föhnfront und die inzwischen dichten Wolken immer mehr Sorgen.

Zwölferjoch

Wir wissen, dass der Abstieg zur Sarotlahütte über das Zwölferjoch bei Nässe heikel ist und daher wollen wir zum Zwölferjoch über einen schmalen Pfad abkürzen. Der Weg ist zwar tatsächlich kürzer, aber er enthält auch eine steile Felswand, die wir ungesichert hinunterklettern müssen. Für normale Wanderungen ist die Abkürzung also nicht geeignet.

Ursprünglich wollten wir noch den Gipfel des 2.351 m hohen Schafgufel mitnehmen, aber aufgrund der Wetterlage müssen wir das heute bleiben lassen und uns stattdessen beeilen, damit wir den heiklen Abstieg möglichst trocken bis zur Sarotlahütte schaffen. Einige Regentropfen bekommen wir beim Abstieg zwar ab, aber glücklicherweise kommen wir die ziemlich steilen Grashänge relativ trocken hinunter und auch bis zu unserem Ausgangspunkt ging es relativ gut.

Achtung: in 2 unterschiedlichen Wanderführern wird die Tour zum Großen Valkastiel mit 9,5 Stunden angegeben. Wir waren also sehr zügig unterwegs und es sollten daher genügend Gehzeiten und auch Pausen eingeplant werden. Auch sollte der Höhenunterschied von über 2.000 Höhenmetern im Auf- und Abstieg nicht unterschätzt werden. Eine gewisse Grundkondition sollte schon vorhanden sein. Bei Nässe sollte man vom Abstieg vom Zwölferjoch jedenfalls absehen – hier hatten wir heute mehr als Glück, dass es nicht stark zu regnen begann!


Fotos:

Panorama-Bilder:

Videos:

Buchtipp:
Die schönsten Bergwanderungen in Vorarlberg
Rudolf Mayerhofer, Loewenzahn, ISBN 978-3-7066-2381-0

Brand ist ein tolles Wandergebiet mit vielen Möglichkeiten – hier unsere früheren Unternehmungen sowie die Wanderung zum Nachbargipfel Gottvaterspitze.

DHH, 17.09.2015 • SommerWanderungen schwer