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Zitat / Weisheit

Inzwischen ist erwiesen, dass etwa Depressionen oder krankhafte Niedergeschlagenheit durch regelmäßige Bewegung ebenso wirksam kuriert werden können wie durch gängige Psychopharmaka und Gesprächstherapien. (GEOkompakt 34)

Hektors Welt

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Dienstag, 4. Juli 2017 (8,5 Std.)

Luzisteig – Falknis (CH)

Eine extreme Wanderung in vielerlei Hinsicht


Kurzinfo
Ausgangspunkt: Luzisteig, Parkplatz (ca. 710 m)
Gehzeiten: Luzisteig – Enderlinhütte ca. 1,5 Std., Enderlinhütte – Fläscher Fürggli unter 2,5 Std., Fläscher Fürggli – Falknis knapp 1 Std.
Rückweg: Falknis – Mazorahöhi gut 1 Std., Mazorahöhi – Guscha knapp 1,5 Std., Guscha – Luzisteig ca. 1 Std.
Distanz: ca. 19 km
Höchster Punkt: Falknis, 2.562 m
Höhenunterschied: ca. 1.900 m
Einkehrmöglichkeiten: Enderlinhütte, Guscha (Selbstbedienung unter der Woche)

Aufstieg zur Falknis

Aufgrund eines Staus (Unfall) auf der Schweizer Autobahn erreichen wir Luzisteig mit mehr als 1 Stunde Verspätung – und das bei der heute vorausgesagten Hitze. Unser Weg zur Enderlinhütte ist eigentlich gut ausgeschrieben und verläuft fast durchgängig im Wald. Trotzdem kommen wir ziemlich durchgeschwitzt bei der abgelegenen Hütte an. (PS für „Kompass“-Karten-Benutzer: Nicht wundern, der Wegverlauf kurz vor und auch nach der Enderlinhütte stimmt überhaupt nicht mit der Karte überein.)

Der Weg bis zur Hütte hoch war an einigen Stellen bereits steil, aber nichts im Vergleich zu dem, was danach noch folgt. Der Pfad schlängelt sich sehr steil hoch und ist so gut wie gar nicht gesichert. Als Wanderweg würden wir einige Stellen jedenfalls nicht mehr bezeichnen. ;-)

Ab dem Fläscher Fürggli hat man das Schlimmste – zumindest vom Aufstieg ;-) – überwunden und kann die fantastische Aussicht sowohl zurück nach Luzisteig als auch auf der anderen Seite ins Fläscher Tal mit seinen 3 wunderschönen Seen bestaunen. Der letzte Teil bis zum Gipfel der Falknis ist in weniger als 1 Stunde recht einfach zu bewältigen. Wer es bis dorthin geschafft hat, kann sich nach über 1.900 steilen Höhenmetern verdient auf die Schulter klopfen. :-D

Abstieg über Guscha

Zurück ins Tal wollen wir es östlich über Guscha versuchen, obwohl uns ein Wanderer gewarnt hat, dass dieser Weg auch sehr steil ist. Die Überraschung folgt prompt, als wir noch vor dem Falknishorn auf eine große Fels- bzw. Schieferfläche kommen. Anfangs sind zwar einige Ketten und Drahtseile verlegt, den restlichen Teil gilt es jedoch ungesichert zu überqueren. Hier sollte man äußerst vorsichtig sein und sich Zeit lassen, denn der Schiefer ist extrem brüchig, d.h. man kann sich daran nicht festhalten.

Hat man diese Schlüsselstelle mal geschafft, sollte der restliche Rückweg auch zu schaffen sein. Man muss dennoch sehr konzentriert bleiben, denn der Pfad ist bis zur Mazorahöhi (und kurz dahinter) sehr steil und schmal – stolpern wäre hier nicht sehr gesund.

Der weitere Abstieg bis nach Guscha zieht sich dann etwas und ist eher eintönig. Dafür hat man dann in Guscha nochmals eine tolle Aussicht ins Tal und auf den Rhein. Nach einer weiteren halben Stunde erreichen wir den Guschaturm und nochmals 30 Min. später sind wir schließlich wohlbehalten zurück am Ausgangspunkt angekommen. :-D

Achtung: diese Wanderung ist sehr anspruchsvoll. Neben fast 2.000 Höhenmetern hoch und runter gilt es immer wieder etliche heikle Abschnitte zu bewältigen. Die beeindruckende Rundtour empfehlen wir daher nur erfahrenen und konditionsstarken Wanderern. Schwindelfreiheit, Trittsicherheit, Konzentration und v.a. gutes Wetter sind hier unerlässlich.


Fotos:

Panorama-Bild:

Diese Gegend kennen wir schon von früheren Touren, z.B. Leiterliweg, Regitzer Spitz, Mittlerspitz oder Gonzen.

DHH, 04.07.2017 • SommerWanderungen schwer