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Zitat / Weisheit

Kaufen Sie Erlebnisse statt Güter, um glücklicher zu sein. (Richard Wiseman)

Hektors Welt

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Sonntag, 31. Mai 2020 (6 Std.)

Tschengla – Alpilakopf

Kraxelei für erfahrene Bergsteiger


Kurzinfo
Ausgangspunkt: Tschengla, Wanderparkplatz (ca. 1.220 m)
Gehzeiten: Tschengla → Parpfienzsattel ca. 1 Std., Parpfienzsattel → Alpilakopf ca. 2 Std.
Rückweg: Alpilakopf → Parpfienzsattel ca. 2 Std., Parpfienzsattel → Tschengla ca. 1 Std.
Distanz: ca. 13 km
Höhenunterschied: gut 1.000 m
Einkehrmöglichkeiten: keine
Hinweis: Diese Tour mit einigen Kletterstellen (I-II) sollte nur von erfahrenen Wanderern und bei guten Verhältnissen begangen werden. Ein guter Orientierungssinn sollte aufgrund fehlender Markierungen und der oft kaum sichtbaren Wegspuren mitgebracht werden.

Am Pfingstsonntag meiden wir die beliebten Berggipfel und wählen absichtlich den recht anspruchsvollen und im Vergleich selten begangenen Alpilakopf in Brand aus – ohne zu wissen, wie groß der Ansturm heute sein wird! :-D

Bürserberg/Tschengla

Vom Wanderparkplatz Tschengla steigen wir anfangs Richtung Schillerkopf hoch, folgen ab dem Wegweiser auf 1.425 m dann jedoch dem breiten Güterweg bis zur Parpfienzalpe. Ab dem Parpfienzsattel wandern wir ohne Wegmarkierungen westlich in den Wald hinein, wo wir bald einem deutlich sichtbaren Pfad folgen. Der Gipfel ist bereits gut sichtbar. Unser nächstes Zwischenziel ist rechts vom Gipfel: der tiefste Sattel der Bergkette. Bereits dieser (inzwischen praktisch weglose) Anstieg ist überraschend steil.

Kraxelei am Nordgrat

Am Berggrat beginnt der anspruchsvollste Abschnitt mit teils leichter Kletterei (I-II). Die Wegführung kann teilweise irreführend sein – eine entgegenkommende Gruppe brach deswegen die Tour ab – und der abschnittsweise lose Schotter ist nicht unbedingt angenehm zu gehen. (Da heute sehr viel los war, lösten einzelne Wanderer auch Steinschlag aus.)

Nach einiger konzentrierter Kletterei und Wegsuche erreichen wir den Alpilakopf auf 2.156 m, wo bereits mehrere Gipfelstürmer ihre wohlverdiente Pause genießen.

Nördlicher Abstieg

Kaum sind wir alleine auf dem Gipfel, ziehen dichte Wolken von Südwesten her auf. Da die Strecke für uns neu ist, kommt der Abstieg über die Südostflanke leider nicht in Frage. Wir beeilen uns vielmehr, den Aufstiegsweg hinabzusteigen, damit wir nicht in den Nebel kommen. Denn die Strecke ist auch so schon anspruchsvoll genug. ;-)

Ab dem Sattel bessert sich das Wetter jedoch wieder und wir wandern über den „Alte Stattweg“ zurück zum Ausgangspunkt.

Der Alpilakopf war deutlich anspruchsvoller als vermutet. Wir können die Tour daher nur sehr erfahrenen Wanderern empfehlen, die gerne (im nicht immer festen Hang) kraxeln. ;-)


Fotos:

Buchtipp:
Rätikon – Alpenvereinsführer
Rudolf Mayerhofer, Bergverlag Rother, ISBN 978-3-7633-1098-2

Anspruchsvolle Bergziele in der Umgebung sind z.B. Fundelkopf, Schillerkopf, Mottakopf, Saulakopf.

DHH, 31.05.2020 (21:45) • Kommentare deaktiviert für Tschengla – AlpilakopfFrühlingWanderungen schwerRSS 2.0