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Zitat / Weisheit

Einen Zuwachs an guten Gefühlen bekommen wir auch, wenn wir unsere Komfortzone verlassen. (Psychologie Heute 1/2014)

Hektors Welt

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Samstag, 3. Juli 2021 (7,5 Std.)

Marul – Lusgrind und Otternkopf

Langer Rundweg im Großwalsertal


Kurzinfo
Ausgangspunkt: Marul, Kirche (976 m)
Gehzeiten: Marul → Haltestelle Garfülla ca. 45 Min., Haltestelle Garfülla → Laguzalpe (mit Bus, inkl. Wartezeit) ca. 30 Min., Laguzalpe → Otternkopf (mit Umwegen) ca. 1,5 Std., Otternkopf → Obere Laguzalpe ca. 1 Std., Obere Laguzalpe → In der Enge ca. 30 Min., In der Enge → Lusgrind gut 30 Min.
Rückweg: Lusgrind → Faludriga-Alpe ca. 1 Std., Faludriga-Alpe → Äbili ca. 1 Std., Äbili → Marul knapp 30 Min.
Distanz: ca. 23 km (plus rund 5 km Busfahrt)
Höchster Punkt: Lusgrind, 2.286 m
Höhenunterschied: gesamt ca. 1.900 m
Einkehrmöglichkeiten: Laguzalpe

Start in Marul

Heute zieht es uns ins Walsertal nach Marul. Leider verpassen wir schon beim Start den Wanderbus um wenige Minuten. Um die knappe Stunde Wartezeit totzuschlagen, wandern wir einfach mal los bis zur nächsten Haltestelle, die rund 4 km entfernt ist. ;-) Von dort bringt uns dann der Bus rasch zur Laguzalpe hoch.

Von der Laguzalpe zum Otternkopf

Nachdem wir uns zuerst die auffällige Kapelle angesehen haben, wandern wir kurz auf dem Güterweg zur Oberen Laguzalpe weiter, zweigen jedoch bald nach rechts auf einen kaum sichtbaren Pfad ab. Dieser führt uns die steilen, grasigen Hänge hoch. Nachdem es wieder flacher wird, verlieren sich die Wegspuren und wir wandern im schrofig-naturbelassenen, aber wunderschönen Gebiet weiter hoch. Ein Berg sticht uns dabei am deutlichsten hervor, den wir logischerweise ansteuern und für den Otternkopf halten – leider falsch. ;-)

Erst nachdem wir auf den höchsten Punkt dieses namenlosen Berges hochgekraxelt sind, bemerken wir, dass wir zu weit südlich gelaufen sind und entdecken den deutlich niedrigeren Otternkopf sofort. :-)

Der Otternkopf ist problemlos und ohne Kraxeleien erreichbar und bietet eine erstaunlich gute Aussicht auf die umliegenden Bergketten.

Obere Laguzalpe

Wir steigen vom Otternkopf nun etwas direkter Richtung Laguzalpe ab – wieder zurück zum Güterweg, den wir beim Start verlassen haben – und wandern diesen nun hoch zur Oberen Laguzalpe. Hier folgen wir dann der Beschilderung Richtung „Schwarze Furka“, die uns zum Wegpunkt „In der Enge“ bringt. Nun müssen wir den rechten Weg hoch, wo wir auf erste, jedoch problemlose Schneefelder treffen.

Schwarze Furka

Der Aufstieg zum nicht gekennzeichneten Joch „Schwarze Furka“ ist trotz einiger Restschneefelder bereits gut machbar. Von hier aus kann der gipfelkreuzlose Lusgrind in unter 15 Min. einfach erreicht werden. Die Aussicht ist im Vergleich zum Otternkopf nochmals deutlich besser und daher sehr empfehlenswert, wenn man ohnehin schon an der Schwarzen Furka vorbeikommt.

Rückweg über Faludriga-Alpe

Da es inzwischen etwas windig ist, kehren wir bald wieder zur Schwarzen Furka zurück und steigen nun rechts den tollen Landschaftsabschnitt hinunter, der uns zur abgelegenen und einsamen Faludriga-Alpe bringt. Dem Faludrigabach folgend wandern wir lange und eher eintönig weiter runter bis zum Laguzbach. Beim Wegpunkt „Äbili“ schließt sich unser Rundweg wieder. Nach einer weiteren halben Stunde erreichen wir schlussendlich unseren Ausgangspunkt Marul.

Die beiden Bergziele sind wahrscheinlich weniger bekannt als ihre Nachbarberge. Aufgrund der Erreichbarkeit und der rund 1.900(!) Höhenmeter ist eine recht gute Kondition für diese Runde notwendig. Für den Otternkopf benötigt man außerdem ein wenig Orientierungssinn, da keine Wegmarkierungen vorhanden sind. Dennoch eine tolle, sehr ruhige Runde, auf der man nur wenigen anderen Wanderern begegnet. :-)


Fotos:

Wanderungen in der Nähe sind z.B. Kellaspitze, Breithorn, Glattmar, Rote Wand, Roggelskopf, Gamsfreiheit, Hoher Fraßen.

DHH, 03.07.2021 • SommerWanderungen schwer