Suche

Archiv

Kalender

Januar 2022
M D M D F S S
◄ Dez.    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Zitat / Weisheit

Wenn du eine bestimmte Eigenschaft haben willst, handle so, als ob du sie schon hättest. (William James)

Hektors Welt

Hektors Welt
Samstag, 20. November 2021 (5 Std.)

Seewis – Vilan (CH)

Wunderschöne Wanderung im schweizer Rätikon


Kurzinfo
Ausgangspunkt: Seewis (Prättgau/Graubünden), kostenpflichtiger Parkplatz beim kleinen Schlepplift (ca. 990 m)
Gehzeiten: Seewis → Gilieila ca. 1,5 Std., Gilieila → Vilan knapp 1,5 Std.
Rückweg: Vilan → Gilieila ca. 1 Std., Gilieila → Seewis ca. 1 Std.
Distanz: ca. 14 km
Höchster Punkt: Vilan, 2.376 m
Höhenunterschied: ca. 1.400 m
Einkehrmöglichkeiten: keine
Hinweis: Bei Nässe ist im Auf-/Abstieg vor Frumaschan gute Trittsicherheit notwendig (ggf. Stöcke/Grödel mitnehmen).

Wir fahren ins Prättgau, nach Seewis und suchen den Parkplatz beim Schlepplift in Flensa. Unser (veraltetes) TomTom-Navi wollte uns dabei fälschlicherweise durch eine extrem steile und einspurige Gasse im Örtchen durchlotsen. Denis bekam richtige Schweißausbrüche, denn wir mussten ohne Wendemöglichkeit rückwärts eine steile und kurvige Zufahrt wieder hinunter. Das Auto rutschte dabei teilweise sogar im Stand mit durchgedrückter Bremse rückwärts weiter, so steil war die Gasse! :-D

Zum Glück ging alles ohne Materialschaden gut. Wir sind dann ohne Navi ein wenig herumgefahren und haben den inzwischen kostenpflichtigen Parkplatz doch noch gefunden (PS: auf Google Maps sieht der Parkplatz noch schön unverbaut und kostenfrei aus – Google: es wird Zeit für ein Update!).

Start in Seewis

Am Ausgangspunkt ist der Vilan bereits angeschrieben, allerdings doppelt. Der linke Weg scheint für Fußgänger kürzer zu sein (wobei wir nur in unsere Wanderkarte geschaut haben).

Auf etlichen (etwas umständlichen und irgendwann frustrierenden) Zickzack-Wegen führt nun der Weg hoch. Erst ab „Gilieila“ fühlt sich die Strecke wie ein normaler Wanderweg an. Wer sich die 1,5 Stunden Fußweg sparen will, der kann anscheinend auch mit dem Auto nach Gilieila hochfahren.

Gilieila

Ab hier wird die Strecke landschaftlich deutlich interessanter und es wird deutlich, dass wir links vom breiten Felsband unterhalb des Vilan vorbeiwandern müssen. Wir erreichen zuvor noch eine bereits etwas verfallene Holzhütte. Dahinter wird der Pfad deutlich abschüssiger und zieht sich steil im Bogen über die Felsen hoch.

Frumaschan

Oberhalb des Felsbands führt der offensichtlich vielbegangene Weg nun nach „Frumaschan“. Durch die Schneereste und die Sonnenstrahlen ist der Pfad etwas aufgeweicht und rutschig.

Von Frumaschan steigen wir den direkten Weg nördlich hoch (laut Karte führt der längere Hauptwanderweg von Osten her hoch), wo wir auf dem Bergrücken auf ein großes Steinmännchen stoßen. Von hier ist unser Ziel nun gut zu sehen.

Vilan

Der letzte Teil zum Gipfel ist relativ gut machbar, wobei der Schnee abschnittsweise für einige Ausrutscher und Lacher bei einigen Wanderern führte. :-D Wir sind jedoch den steilen Hang zum Vilan direkt hochgestapft (weil da schon Spuren waren) – nicht unbedingt empfehlenswert, da am Ende ziemlich steil im Schnee, ist aber kürzer. ;-)

Rutschiger Rückweg

Nach einer gemütlichen Pause und ausreichend Fotos steigen wir – nun über den Normalweg – zurück zum Steinmännchen und hinunter nach Frumaschan. Ab da ist nochmals Vorsicht geboten bis zum Holzhäuschen unterhalb des Felsbandes. Danach geht’s deutlich flotter (und mit einzelnen Abkürzungen) zurück zum Ausgangspunkt.

Der Vilan ist ein sehr schöner und äußerst aussichtsreicher Berg! Er scheint recht beliebt zu sein und oft begangen zu werden. Die Wanderung hat uns sehr gut gefallen. Das Einzige, was wir nächstes Mal anders machen würden, wäre wohl, den Startpunkt etwas höher zu setzen, um die langweiligen Zickzack-Wege etwas zu verkürzen. 


Fotos:

Panorama-Bilder:

Buchtipp:
Rätikon – Alpenvereinsführer
Rudolf Mayerhofer, Bergverlag Rother, ISBN 978-3-7633-1098-2

Frühere Wanderungen in der Umgebung sind z.B. Falknis, Regitzer Spitz, Naafkopf, Taminaschlucht, Calanda.

DHH, 20.11.2021 • HerbstWanderungen mittel