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Zitat / Weisheit

Hindernisse und Schwierig­keiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen. (Friedrich Nietzsche)

Hektors Welt

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Samstag, 11. Juni 2022 (3,5 Std.)

Malbun – Scheienkopf (FL)

Fast bis zum höchsten Punkt


Kurzinfo
Ausgangspunkt: Malbun (1.600 m)
Gehzeiten: Malbun → Sassförkle ca. 45 Min., Sassförkle → Matta knapp 15 Min., Matta → Scheienkopf (bis zum Grenzstein) ca. 1 Std.
Rückweg: Scheienkopf → Matta ca. 45 Min., Matta → Sassförkle ca. 15 Min., Sassförkle → Malbun ca. 30 Min.
Distanz: ca. 12 km
Höchster Punkt: Scheienkopf (bis zum Grenzstein) ca. 2.150 m, Gipfel auf 2.159 m
Höhenunterschied: knapp 750 m
Einkehrmöglichkeiten: keine
Hinweis: Nach „Matta“ oft weglos und recht steil. Orientierungssinn und Trittsicherheit erforderlich. Stöcke (oder anderweitige Sicherung) für die Schlüsselstelle empfehlenswert. Bei Nässe meiden.

Dieser Gipfel ist uns schon bei der letzten Wanderung zum Schönberg aufgefallen und danach gleich auf der Todo-Liste gelandet. Die richtige Route kennen wir zwar nicht (weil wir zu doof waren, vorher im AV-Führer nachzuschauen), aber wir versuchen es heute einfach mal. ;-)

Ausgangspunkt Malbun

Von Malbun aus starten wir etwas unterhalb der Friedenskapelle und wandern den Forscherweg entlang bis zum Sass-Seeli. Der weitere Weg führt uns zum Sassförkle und zur Alpe „Matta“. Beim nächsten Wegweiser nehmen wir die Abzweigung Richtung Mattajoch, verlassen den Wanderweg jedoch bereits bei der ersten Gelegenheit in die entgegengesetzte Richtung.

Großteils wegloser Aufstieg

Bald verlieren sich die deutlichen Wegspuren und nun suchen wir uns selbst einen passenden Aufstieg zwischen den Latschen im zunehmend steiler und anspruchsvoller werdenden Hang. Pfadspuren sind dabei leider Mangelware. Ist man jedoch am Plateau angekommen, sind die restlichen Höhenmeter nur noch ein Spaziergang bis zum Grenzstein zwischen Liechtenstein und Vorarlberg.

Rückzieher kurz vor dem Gipfel

Der eigentliche Gipfel vom Scheienkopf befindet sich aber noch etwas höher. Dazu muss eine unangenehme, beidseitig abschüssige Stelle auf losem Schotter überquert werden (nur wenige Schritte). Hier wären jetzt zumindest Stöcke zur Absicherung gut gewesen. So aber riskieren wir lieber nichts und kehren wieder um.

Rückweg

Zurück geht es dann über dieselbe Strecke wie beim Aufstieg. Wieder beim Sassförkle angekommen, laufen dort schon Vorbereitungen für den heutigen LGT Alpin Marathon. Es war somit eine sehr gute Entscheidung, dass wir so früh gestartet bzw. wieder zurück sind. ;-)

Insgesamt eine schöne und kaum begangene Tour, die jedoch etwas Erfahrung voraussetzt und eine – zumindest für uns – unangenehme Schlüsselstelle kurz vor dem Gipfel bereithält (die der AV-Führer nicht erwähnt und die somit möglicherweise nicht ganz so schwer ist, wie es hier scheint?).

Weitere Infos: Forscherweg (mit empfehlenswertem „Journal“-PDF zum Download) 


Fotos:

Panorama-Bild:

Buchtipp:
Rätikon – Alpenvereinsführer
Rudolf Mayerhofer, Bergverlag Rother, ISBN 978-3-7633-1098-2

Weitere Wanderungen in der Nähe sind z.B. Schönberg, Galinakopf, Älpeleköpfe, Ochsen, Augstenberg, Helwangspitz.

DHH, 11.06.2022 • FrühlingWanderungen schwer