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Zitat / Weisheit

Und tatsächlich gilt reichliche körperliche Bewegung derzeit als effektivste Schutz­maß­nahme, um den Beginn einer Demenz möglichst lange hinaus­zuzögern. (Peter Spork)

Hektors Welt

Hektors Welt
Sonntag, 10. Juli 2022 (6,5 Std.)

Tschapina – Kleiner Valkastiel

Einsame Nebelwanderung im Rätikon


Kurzinfo
Ausgangspunkt: Tschapina (Bürserberg), kleiner Parkplatz am Alvierbach (ca.890 m)
Gehzeiten: Tschapina → Guschakopf (mit Irrwegen) ca. 1 Std., Guschakopf → Nonnenalpe ca. 1 Std., Nonnenalpe → Öchslekreuz ca. 30 Min., Öchslekreuz → Kleiner Valkastiel (Direktanstieg) ca. 1 Std.
Rückweg: Kleiner Valkastiel → Ochsenalpe ca. 1 Std., Ochsenalpe → Nonnenalpe ca. 30 Min., Nonnenalpe → Tschapina ca. 1,5 Std.
Distanz: ca. 16 km
Höchster Punkt: Kleiner Valkastiel, 2.233 m
Höhenunterschied: ca. 1.500 m
Einkehrmöglichkeiten: keine
Hinweise: Gipfel (ab Gavalinajoch) unmarkiert, aber mit deutlichem Pfad. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Gesamte Strecke nur bei trockenen Verhältnissen und guter Sicht ratsam. Rückweg über Ochsenalpe eher für geübte Wanderer, generell nicht empfehlenswert.

Laut Wetterbericht soll es ab Mittag sonnig werden. Daher starten wir bei noch dichter Bewölkung ins Brandnertal, um den Kleinen Valkastiel zu besteigen.

Vom kleinen Parkplatz in Tschapina wandern wir in rund 2 Stunden zur Nonnenalpe. Ab dort kommen wir in sehr dichten Nebel, der uns leider bis zur Rückkehr begleiten wird. ;-)

Vorbei am Wegweiser „Öchslekreuz“ wandern wir Richtung Gavalinajoch. Der Kleine Valkastiel ist leider nirgends angeschrieben. Den richtigen Weg kennen wir auch nicht und im dichten Nebel ist nicht einmal der Gipfelbereich – geschweige denn das Gipfelkreuz – auszumachen. Daher kraxeln wir anhand der GPS-Daten kurzerhand in direkter Luftlinie Richtung Gipfel hoch, in der Hoffnung, dass wir irgendwo den Wanderweg erreichen. Am Ende landen wir dann tatsächlich direkt am Gipfel. :-D

Beim Abstieg wählen wir natürlich den richtigen Pfad hinunter, der zum Gavalinajoch führt. Allerdings verlaufen wir uns im weiteren Abstieg im dichten Nebel und landen unerwartet auf der Ochsenalpe. Von dort führt ein recht unschöner, anspruchsvoller Steig (dennoch rot-weiß markiert) zurück Richtung Nonnenalpe. Der restliche Rückweg ist dann wie gehabt.

Nicht nachmachen

Diesmal haben wir so Einiges falsch bzw. wenig vorbildlich gemacht. Es ist ein gutes Beispiel, welche Probleme bei schlechtem Wetter auftreten können (z.B. falsche Abzweigung) und was man vermeiden sollte (z.B. Kraxeltour im Nebel). Bereits die Unachtsamkeit am Anfang hat uns unnötig Zeit gekostet. Ein kurzer Blick vorab in den AV-Führer hätte gereicht, um zu erfahren, dass der Gipfel vom Gavalinajoch aus bestiegen wird.

Macht es also besser als wir es bei dieser Tour gemacht haben und plant eure Wanderungen vor dem Start. Vertraut nicht blindlings dem Wetterbericht und riskiert nichts Unnötiges. Dann ist es eine sehr schöne (und weiterhin anspruchsvolle) Wanderung auf einen beeindruckenden Aussichtsberg. 


Fotos:

Panorama-Bilder:

Buchtipp:
Rätikon – Alpenvereinsführer
Rudolf Mayerhofer, Bergverlag Rother, ISBN 978-3-7633-1098-2

Die Nonnenalpe haben wir bereits früher vorgestellt. Weitere Touren in der Nähe sind z.B. Großer Valkastiel, Gottvaterspitze, Gavalinakopf (Steinwandeck), Bürser Schlucht, Kellenegg-Klettersteig.

DHH, 10.07.2022 • SommerWanderungen schwer